Grevenbroich (ots) - Wie weit würden Sie für ein Frauenherz gehen? Nina Ruge, Moderatorin und Buchautorin, macht sich ab sofort für Frauenherzen in Deutschland stark. Gemeinsam mit dem 19,6 Millionen Klub e.V., dessen Botschafterin sie ist, hat sie die Initiative "Geh' für dein Herz" ins Leben gerufen. Ziel ist es, konkrete Projekte rund um die Herzgesundheit von Frauen zu unterstützen. Jeder kann mitmachen: Einfach Schrittzähler anfordern und Schritt für Schritt Sponsorengelder zur Förderung von Projekten sammeln. Mehr Informationen unter www.geh-fuer-dein-herz.de.
Ausreichend Bewegung ist neben einer herzgesunden Ernährung die beste Maßnahme zur Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Um Menschen zum Gehen zu bewegen und gleichzeitig etwas für die Herzgesundheit von Frauen in Deutschland zu tun, geben der 19,6 Millionen Klub und Botschafterin Nina Ruge nun den Startschuss für die Initiative "Geh' für dein Herz" - pünktlich zum bevorstehenden Welt-Herz-Tag am 29. September. "Vielen ist nicht bekannt, dass Herz-Kreislauf-Erkrankungen auch bei Frauen Todesursache Nummer eins sind", erklärt Nina Ruge. "Tatsächlich ist die Sterblichkeitsrate bei akuten Herzinfarkten bei Frauen höher als bei Männern. Mit der Initiative möchten wir nun aufklären und konkret etwas bewegen!"
Nina Ruge geht für Frauenherzen: Als Botschafterin des 19,6 Millionen Klubs liegt Nina Ruge die Unterstützung einer frauenspezifischeren Medizin in Deutschland am Herzen. "Die medizinische Forschung ist leider nicht in ausreichendem Maße geschlechterspezifisch ausgerichtet", so die Moderatorin und Buchautorin. "Studien, Vorsorge, Medikation, Aufklärung - oftmals sind Männer der Ausgangspunkt für die Erkenntnisse, auf deren Basis wir medizinisch versorgt werden. Das führt dazu, dass Frauen nicht immer die ideale Gesundheitsversorgung zuteil wird." Weiterhin klärt Nina Ruge auf: "Nehmen wir zum Beispiel den Herzinfarkt: Es gibt Symptome, die damit eindeutig verbunden werden. Das Problem ist aber, dass die Symptome bei einem Eva-Infarkt, wie der weibliche Herzinfarkt genannt wird, vielseitiger sind als bei Männern. Daher ist eine Früherkennung wesentlich schwieriger." Hier hilft Aufklärung und eine frauenspezifischere Gesundheitsvorsorge und -versorgung. Mit der Initiative "Geh' für dein Herz" geht Nina Ruge einen großen Schritt in diese Richtung.
Die Initiative "Geh' für dein Herz" - jeder Schritt zählt: Ab sofort können Interessenten bis Ende Dezember 2013 auf www.geh-fuer-dein-herz.de einen von 500 Schrittzählern anfordern. Becel - seit vielen Jahren Experte, wenn es um herzgesunde Ernährung geht - ist Hauptsponsor der Initiative und spendet dem 19,6 Millionen Klub in diesem Jahr für jeden dieser Schrittzähler 50 Euro. Die Spendensumme wird nach Abschluss der Aktion einem Projekt zur Verfügung gestellt, das sich mit einer frauenspezifischeren Gesundheitsmedizin oder Forschung in Deutschland befasst. Für welche Projekte mit Schwerpunkt Herzgesundheit die erlaufene Gesamtsumme gespendet wird, entscheidet der 19,6 Millionen Klub gemeinsam mit Botschafterin Nina Ruge.
Der 19,6 Millionen Klub klärt auf: 19,6 Millionen - so viele Frauen über 45 leben in Deutschland. Das ist ein Viertel der Bevölkerung. "Wenn es aber um die für Frauen über 45 relevante Gesundheitsmedizin geht, ist diese große Bevölkerungsgruppe vergleichsweise unterrepräsentiert", weiß Helga Wachtmeister, Bundesvorsitzende des 19,6 Millionen Klubs. "Hier setzen wir an und machen uns für eine bessere Prävention, Therapie und Altersmedizin für Frauen über 45 stark." So auch mit der Initiative "Geh' für dein Herz". In Skandinavien war diese Initiative bereits sehr erfolgreich. Das schwedische Pendant zum 19,6 Millionen Klub, der 1,6 Miljonerklubben, schaffte es im vergangenen Jahr gemeinsam mit zahlreichen Mitstreitern, umgerechnet vier Mal die Erde zu umgehen - das sind viele Millionen Schritte für Frauenherzen.
Montag, 16. September 2013
Montag, 9. September 2013
Deutsches Kinderhilfswerk fordert Aktionsplan für ein kinderfreundliches Deutschland
Berlin (ots) - Das Deutsche Kinderhilfswerk fordert von der nächsten Bundesregierung die Verabschiedung eines Aktionsplans für ein kinderfreundliches Deutschland direkt nach der Bundestagswahl. "Die Zeit der Tatenlosigkeit muss endlich vorbei sein. Maßnahmen für ein kinderfreundliches Deutschland gehören auf der politischen Agenda ganz nach oben. Trotz aller Lippenbekenntnisse kommt der Kinder- und Familienpolitik immer noch nicht der Stellenwert zu, den diese Zukunftsthemen verdienen. Die Politik hat maßgeblichen Anteil an einer kinderfreundlichen Gesellschaft, da sie wesentliche Rahmenbedingungen für das Aufwachsen von Kindern setzt. So müssen beispielsweise endlich das Problem der Kinderarmut, die an vielen Stellen schlechte Qualität in Kitas und die strukturelle Verankerung von Kinderbeteiligung in Deutschland in Angriff genommen werden", betont Thomas Krüger, Präsident des Deutschen Kinderhilfswerkes.
Bei der Bekämpfung der Kinderarmut muss es ein umfangreiches Maßnahmenpaket mit konkreten Zielvorgaben geben, bei dem es sowohl darum geht, materielle Verteilungsgerechtigkeit herzustellen als auch verbesserte Bildungschancen für sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche zu schaffen. "Viele Konzepte, insbesondere solche, die auf Steuervorteile setzen, greifen bei der Bekämpfung der Kinderarmut zu kurz oder sind sogar kontraproduktiv. Der Kinderzuschlag ist ein wichtiger Baustein zur Bekämpfung der Kinderarmut, muss allerdings reformiert und in eine bedarfsgerechte Kindergrundsicherung münden. Diese soll den allgemeinen und individuellen Bedarfen von Kindern Rechnung tragen und den bestmöglichen Zugang zu Bildung, Freizeit und gesunder Ernährung beinhalten" so Krüger weiter.
Nach Ansicht des Deutschen Kinderhilfswerkes werden Familien in Deutschland durch das Steuer- und Abgabesystem sowie in den sozialen Sicherungssystemen übermäßig belastet. Kindergeld und Elterngeld sind gute Instrumentarien, die die finanziellen Belastungen von Familien teilweise ausgleichen. Das Ehegattensplitting erfüllt dieses nicht in dem Maße und sollte von daher reformiert werden.
Die "Nationale Untersuchung zu Bildung, Betreuung und Erziehung in der frühen Kindheit" (Nubbek) hat aktuell festgestellt, dass vier von fünf Betreuungseinrichtungen in Deutschland nur eine mittlere Qualität aufweisen. "Deshalb müssen wir bei der Kitaqualität endlich Nägel mit Köpfen machen. Das Deutsche Kinderhilfswerk fordert hier von Bund, Ländern und Kommunen ein Investitionsprogramm in Höhe von 50 Milliarden Euro für die nächsten zehn Jahre. Wir müssen die öffentlichen Ausgaben für die Angebote der Kindertagesbetreuung um mindestens ein Drittel steigern. Die von der Bundesregierung beschlossenen Maßnahmen zur Verbesserung der Qualität in Kitas weisen den richtigen Weg, sind aber im Umfang viel zu gering. Wir brauchen bundesweite qualitative Mindeststandards in der Kindertagesbetreuung, die im Kinder- und Jugendhilfegesetz festgeschrieben werden müssen. Und wir brauchen darauf aufbauend ein entsprechendes Qualitätsmonitoring", sagt Thomas Krüger.
Auch die strukturelle Verankerung von Kinderbeteiligung in Deutschland muss vorangetrieben werden. "Die Kommunen müssen finanziell gestärkt werden, damit sie die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an den sie betreffenden Entscheidungen strukturell sicherstellen und ausreichende Angebote der Kinder- und Jugendarbeit, der politischen Bildungsarbeit, der Kinderkultur, aber auch von Freizeitangeboten für Kinder und Jugendliche finanziell absichern können" so Krüger abschließend.
Bei der Bekämpfung der Kinderarmut muss es ein umfangreiches Maßnahmenpaket mit konkreten Zielvorgaben geben, bei dem es sowohl darum geht, materielle Verteilungsgerechtigkeit herzustellen als auch verbesserte Bildungschancen für sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche zu schaffen. "Viele Konzepte, insbesondere solche, die auf Steuervorteile setzen, greifen bei der Bekämpfung der Kinderarmut zu kurz oder sind sogar kontraproduktiv. Der Kinderzuschlag ist ein wichtiger Baustein zur Bekämpfung der Kinderarmut, muss allerdings reformiert und in eine bedarfsgerechte Kindergrundsicherung münden. Diese soll den allgemeinen und individuellen Bedarfen von Kindern Rechnung tragen und den bestmöglichen Zugang zu Bildung, Freizeit und gesunder Ernährung beinhalten" so Krüger weiter.
Nach Ansicht des Deutschen Kinderhilfswerkes werden Familien in Deutschland durch das Steuer- und Abgabesystem sowie in den sozialen Sicherungssystemen übermäßig belastet. Kindergeld und Elterngeld sind gute Instrumentarien, die die finanziellen Belastungen von Familien teilweise ausgleichen. Das Ehegattensplitting erfüllt dieses nicht in dem Maße und sollte von daher reformiert werden.
Die "Nationale Untersuchung zu Bildung, Betreuung und Erziehung in der frühen Kindheit" (Nubbek) hat aktuell festgestellt, dass vier von fünf Betreuungseinrichtungen in Deutschland nur eine mittlere Qualität aufweisen. "Deshalb müssen wir bei der Kitaqualität endlich Nägel mit Köpfen machen. Das Deutsche Kinderhilfswerk fordert hier von Bund, Ländern und Kommunen ein Investitionsprogramm in Höhe von 50 Milliarden Euro für die nächsten zehn Jahre. Wir müssen die öffentlichen Ausgaben für die Angebote der Kindertagesbetreuung um mindestens ein Drittel steigern. Die von der Bundesregierung beschlossenen Maßnahmen zur Verbesserung der Qualität in Kitas weisen den richtigen Weg, sind aber im Umfang viel zu gering. Wir brauchen bundesweite qualitative Mindeststandards in der Kindertagesbetreuung, die im Kinder- und Jugendhilfegesetz festgeschrieben werden müssen. Und wir brauchen darauf aufbauend ein entsprechendes Qualitätsmonitoring", sagt Thomas Krüger.
Auch die strukturelle Verankerung von Kinderbeteiligung in Deutschland muss vorangetrieben werden. "Die Kommunen müssen finanziell gestärkt werden, damit sie die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an den sie betreffenden Entscheidungen strukturell sicherstellen und ausreichende Angebote der Kinder- und Jugendarbeit, der politischen Bildungsarbeit, der Kinderkultur, aber auch von Freizeitangeboten für Kinder und Jugendliche finanziell absichern können" so Krüger abschließend.
Montag, 2. September 2013
Das Ende der rechten Gewalt?
Berlin (ots) - Während heute der NSU-Untersuchungsausschuss seinen
Abschlussbericht im Deutschen Bundestag diskutiert und sich die Politik
in Bestürzung über die Morde der Terrorzelle übt, sorgen sich zahlreiche
Initiativen gegen Rechts um ihr Fortbestehen. Grund: Die Fördermittel
sind nicht nur spärlich, sondern fließen häufig auch nur für einen sehr
begrenzten Zeitraum. Ein sinnvolles und wirksames Arbeiten wird damit
eher behindert als gefördert.
Das gemeinnützige Analyse- und Beratungshaus PHINEO hat mit Unterstützung der Amadeu Antonio Stiftung über ein Jahr lang bürgerschaftliches Engagement gegen Rechtsextremismus in Deutschland analysiert und gemeinnützige Organisationen aus diesem Bereich besucht. Dabei ging es um die Frage, was nachhaltig gegen rechte Einstellungen wirkt: Welche Handlungsansätze sind erfolgversprechend? Woran erkennt man professionell arbeitende Projekte? Und was sind Best-Practice-Beispiele?
Ergebnis der Analyse: Im gesamten Bundesgebiet gibt es ein ausgesprochen vielfältiges und buntes Engagement gegen Rechts und für mehr Demokratie! 17 Projekte werden heute in Berlin für ihre herausragende Arbeit mit dem Wirkt-Siegel ausgezeichnet.
Viele der untersuchten Organisationen zeichnen sich durch chronische Unterfinanzierung aus, die dazu führt, dass die Mitarbeiter keine Planungssicherheit haben - weder für die Projekte noch für ihre eigene Stelle. Doch nicht nur an finanzieller Unterstützung von Staat und Wirtschaft mangelt es. Anstelle verdienter Anerkennung für ihre wichtige und häufig gefährliche Arbeit, sehen sich engagierte Bürger immer wieder dem Vorwurf der Nestbeschmutzung ausgesetzt und kämpfen vielerorts gegen das Misstrauen skeptischer Politiker.
Mit der Auszeichnung vorbildlicher Projekte gegen Rechts möchten PHINEO und die Amadeu Antonio Stiftung zu mehr Unterstützung und langfristiger Förderung gemeinnütziger Projekte ermutigen. Denn um rechte Gewalt zu stoppen, braucht es nicht nur Prozesse, sondern eine starke Zivilgesellschaft, die sich dauerhaft gegen rechtsextreme Einstellungen in der Bevölkerung engagiert.
Das gemeinnützige Analyse- und Beratungshaus PHINEO hat mit Unterstützung der Amadeu Antonio Stiftung über ein Jahr lang bürgerschaftliches Engagement gegen Rechtsextremismus in Deutschland analysiert und gemeinnützige Organisationen aus diesem Bereich besucht. Dabei ging es um die Frage, was nachhaltig gegen rechte Einstellungen wirkt: Welche Handlungsansätze sind erfolgversprechend? Woran erkennt man professionell arbeitende Projekte? Und was sind Best-Practice-Beispiele?
Ergebnis der Analyse: Im gesamten Bundesgebiet gibt es ein ausgesprochen vielfältiges und buntes Engagement gegen Rechts und für mehr Demokratie! 17 Projekte werden heute in Berlin für ihre herausragende Arbeit mit dem Wirkt-Siegel ausgezeichnet.
- Von der engagierten Jugendfeuerwehr und Initiativen, die gegen Alltagsrassismus in der Kirche arbeiten - über Wanderausstellungen, Medienprojekten mit Zeitzeugen und schulischen Beratungsangeboten speziell für Kinder und Jugendliche - bis hin zu Projekten, die sich um die Opfer kümmern, und solchen, die Gewalttätern beim Ausstieg aus der Szene helfen.
Gemeinsam ist allen Projekten: Ihr Engagement gegen Rechts ist beeindruckend und das trotz oftmals schwierigster Rahmenbedingungen.
Viele der untersuchten Organisationen zeichnen sich durch chronische Unterfinanzierung aus, die dazu führt, dass die Mitarbeiter keine Planungssicherheit haben - weder für die Projekte noch für ihre eigene Stelle. Doch nicht nur an finanzieller Unterstützung von Staat und Wirtschaft mangelt es. Anstelle verdienter Anerkennung für ihre wichtige und häufig gefährliche Arbeit, sehen sich engagierte Bürger immer wieder dem Vorwurf der Nestbeschmutzung ausgesetzt und kämpfen vielerorts gegen das Misstrauen skeptischer Politiker.
Mit der Auszeichnung vorbildlicher Projekte gegen Rechts möchten PHINEO und die Amadeu Antonio Stiftung zu mehr Unterstützung und langfristiger Förderung gemeinnütziger Projekte ermutigen. Denn um rechte Gewalt zu stoppen, braucht es nicht nur Prozesse, sondern eine starke Zivilgesellschaft, die sich dauerhaft gegen rechtsextreme Einstellungen in der Bevölkerung engagiert.
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